Exploring the intersections of business and the common good: Corporate Social Responsibility (CSR), Social Entrepreneurship, Social Business and Sustainable Development.

28.11.06

Erste Woche UNO

Wow, die erste Woche im UNO-Hauptquartier war sehr intensiv. Ich hatte vor 5 Jahren mal eine Führung gemacht und mir extra noch vor Abflug den Film "Die Dolmetscherin" angeschaut, aber dann wirklich in dem Gebäude, ein paar Stockwerke unter Kofi Annan zu arbeiten, ist schon der Wahnsinn. Unten sind die ganzen Konferenzräume mit den Delegierten, Diplomaten und Botschafter, wo es um Krieg und Frieden, um Menschenrechte, Hilfe für Afrika uvm. geht. Und in den 35 Stockwerken darüber, setzt dann die Verwaltung um, was die Generalversammlung beschlossen hat. Alleine der erste Tag war schon der Hammer, wenn man alle Flaggen vor dem Gebäude wehen sieht und gegenüber des Eingangs sich Demonstranten lauthals für eine Initiative einsetzen (in diesem Fall gg. das Kastensystem in Indien). Das wird einem schon anderes... tolles Gefühl als ich meinen offiziellen UNO-Ausweis bekam und das erste mal durch die Sicherheitskontrolle ins Hauptgebäude durfte. Bislang war aber alles noch relativ human, die Leute hängen essen genauso in der Kantine und hängen im Kaffee ab. Wenig Starallüren oder oberwichtige Politiker bislang.


Mit meiner Abteilung habe ich ganz großes Glück, denn thematisch könnte das, was das Global Compact Office macht nicht besser für mich passen. Der "Globale Pakt der Vereinten Nationen", wie es auf Deutsch heißt, bringt Firmen mit der UNO als auch NGOs (Nichtregierungsorganisationen) und Länderregierungen zusammen. Letztendlich geht es darum, Globalisierung sozialer und umweltfreundlicher zu gestalten, z.B. indem Firmen versichern, gegen Kinderarbeit, Korruption und Umweltverschmutzung zu sein. Das Team ist mit 15 Leuten sehr klein und die meisten Kollegen sind sehr jung und hilfsbereit. Da macht es (noch) jeden Tag Spaß in die Arbeit zu gehen, etwas zu lernen und hoffentlich etwas gutes zu tun. Jedenfalls ist es nicht bürokratisch wie man der UNO oft nachsagt, was daran liegt, dass wir eben die Sprache von Firmen sprechen müssen. Derzeit sind 4.000 Teilnehmer im Pakt, die meisten globale Weltfirmen. Ich unterstütze den Manager für Kommunikation und Reports, d.h. wir kümmern uns darum, dass die teilnehmenden Firmen jährlich Nachhaltigkeits-Berichte herausgeben. Was mich am meisten beeindruckt ist, die Mischung zw. globalen, ideellen UNO-Zielen und Weltfirmen mit ihrem praktischen Einfluss. Und das auf höchster Ebene, z.B. geht es darum, für eine Veranstaltung Leute wie den neuen Generalsekretär Ban Ki-Moon, EU-Minister, Al Gore oder den Nobelpreisträger Yunus einzuladen. Bislang lerne ich sehr viel, hoffentlich bleibt das, die nächsten 3 Monate so. Auch mein Chef hat vor 2 Jahren als Praktikant angefangen, es ist verdammt schwer bei der UNO reinzukommen und dann noch schwerer Budget für einen zu bekommen. Schau ma mal...

27.11.06

Erste Woche New York

Letztes Wochenende bin ich gut in New York angekommen und die erste Woche war gleich richtig intensiv. Vom JFK-Flughafen ging es abends in die Stadt, die niemals schläft, um mir gleich mal den Manhattan Wohnungsschock abzuholen. Wohnen ist ausgesprochen teuer und so bot mir meine Hostel (immerhin das günstigste Einzel"zimmer"), glatte 2 Quadratmeter Wohnfläche. Gerade groß genug für ein kleinen Bett und um meine Koffer einzustellen. Sozusagen "Einbauzimmer". Die "Stadt der Städte" ist schon atemberaubend, 7 Millionen Leute aus der ganzen Welt mit Vierteln von Little Italy bis Little Korea. Vom Businessman über Künstler bis hin zu Obdachlosen teilen sich alle die gleichen Strassen. Spanisch ist die Zweitsprache, die man an vielen Ecken hört, und auch Chinesisch ist im kommen, multikulti pur.

Am Donnerstag wurde hier groß Thanksgiving (Erntedank) gefeiert, d.h. ähnlich wie an Weihnachten bei uns fahren all zu ihren Familien, wo sich alle die Bäuche mit Truthahn vollschlagen. Jim, einer netter New Yorker (aus New Jersey), der noch bis vor kurzem für Siemens in München arbeitet, lud mich mit zu seinen Eltern ein, was sehr nett war. Lecker essen und viel Diskussionen darüber, wie schlimm denn Bush und die Republikaner seine (die meisten in New York sind Demokraten). Dieses Wochenende war schwer die Barszene am erkunden, u.a. mit Ariane, die es vor einigen Jahren von München nach New York verschlug. Das tolle Herbstwetter genoss ich mit einem Spaziergang am Hudson River zum Sonnenuntergang. Tolle Stimmung, zuerst mit Blick auf Downtown und dann wenn die Sonne hinter der Freiheitsstatue untergeht..

Aja, und die Eichhörnchen, die in den Parks rumrennen sind süß ;) Zur UNO fahre ich jeden Tag mit dem Bus die 1st Avenue entlang. Von der UNO berichte ich als nächstes...

19.11.06

Wie reich bist Du? "Global Rich List" berechnet Deine Position

Schon mal überlegt, wie arm oder reich man selber ist? Schon einmal mit anderen Menschen auf dem Globus verglichen? Das genau macht die "Global Rich List".

Z.B. berechnet die englischsprachige Seite, dass man mit einem jährlichen Einkommen von 40.000€ zu dem reichsten 1% der Menschen auf der Welt zählt. Wachgerüttelt, mit weniger privilegierten zu teilen?

17.11.06

Royal Nationalpark und Abschied

Zum Abschied vom australischen Sommer hatte ich ein ganz tolle letzte Woche. Zuerst waren Sandra und ich auf dem U2 Konzert (super!) und mit Andreas und Thomas ging es dann nochmal für eine ordentliche Wanderung in die Natur. Zwei Tagen lang hikten wir im Royal Nationalpark, dem ältesten Nationalpark Australiens. Der Coastal Walk geht 27km an der Meeresküste entlang und führt durch sehr abwechslungsreiche Vegetation (sieht teilweise wir Dschungel mit Palmen aus).

Die Nacht campten wir an einer Lagune, zur einen Seite Süßwasser des Flusses, zur anderen das Meer, über welchem am nächsten Morgen die Sonne aufging. Wahnsinn wie fantastisch Pasta und ein Fläschchen Rotwein nach einem ganzen Tag Wandern schmecken! Mit dem Wetter hatten wir auch Glück, blauer Himmel am ersten Tag und pünktlich zum Sonnenuntergang riss der Himmel auf und die Sonne kam raus. Am nächsten Tag erfrischte uns etwas Regen, stimmungsvoll am Meer.

Den endgültigen Abschied feierten eine nette Gruppe gestern Abend mit Drinks hier in Coogee und somit ist meine erste Hälfte Sydneys auch schon wieder rum. Es waren sehr tolle 4 Monate und ich freue mich auch schon wieder auf die Zeit von März bis Juli 2007 in Australien. Aber nun heißt es erstmal "New York, New York!"

15.11.06

Rotaract Club Sydney

Vor kurzem wurde ich Mitglied des Rotaract Clubs in Sydney. Rotaract ist der kleine Bruder, d.h. für 18-32 Jährige, von Rotary, einem weltweiten wohltätigen Service Club. Die Gemeinschaft hat 3 Säulen: Helfen, Lernen und Feiern. Also passe ich da gut rein :) Auf dem Foto werden wir, die neuen Mitglieder, während der letzten Wohltätigkeitsveranstaltung offiziell aufgenommen. Gemeinsam organisierten wir einen Bocce-Tag, ich habe u.a. Palm und das Löwenbräu-Restaurant als Sponsor gewonnen, und insgesamt nahmen wir über $4000 für ein Camp für Aids-kranke Kinder ein. Fotos des Bocce-Tages sind auf der englischsprachigen Rotaract Sydney Seite.

Über Rotaract auf Wikipedia:
"Ziel ist, die für verantwortungsbewusste Staatsbürger erforderlichen Eigenschaften durch einen Gemeindienst zu entwickeln, für die Verständigung unter den Völkern und für den Frieden, auch im kleinen Kreis, zu wirken und die Anerkennung ethischer Grundsätze als Bestandteil einer beruflichen Verantwortung zu fördern.
"

6.11.06

Surfen mit Andreas

Kürzlich waren Andreas und ich am Nachbarstrand Maroubra surfen und bodyboarden. Um 6 in der Früh gings los und als wir im Wasser waren war die Sonne schon recht stark.

Hatte ordentlich Wellen und machte Spaß, auch wenn das mit dem Surfen noch ein paar Jahre Übung vertragen kann ;) Jedenfalls ein großer Spaß, besonders das Bodyboarden!

Ich hoffe, es geht Euch in Good Old Germany gut?